Amt und Auszeichnungen beim Grünkohlessen 29.01.2010
Das traditionelle Grünkohlessen beim Solinger Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk bildete in diesem Jahr den Rahmen für die Amtseinführung des neuen Ortsbeauftragten für Solingen und die Auszeichnung verdienter Helfer.

Beim diesjährigen 27. Grünkohlessen im Solinger THW-Ortsverband wurde der Stab des Ortsbeauftragten von Christian Balke an Lutz Klever übergeben. Ferner wurden Anne Ziegenbein (Jugendbetreuerin), Kai Dietrich und Bastian Teiwes (beide Truppführer in der Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen) für ihre engagierte Arbeit im Technischen Hilfswerk mit dem THW-Helferzeichen in Gold ausgezeichnet; Oliver Mugalla (Leiter der THW-Jugendgruppe) erhielt für seine herausragende Mitarbeit über die Grenzen Solingens hinaus sogar das Helferzeichen in Gold mit Kranz.

Zuvor hatte als scheidender Ortsbeauftragter Christan Balke für den Ortsverband die Gäste begrüßt und schweren Herzens seine Verantwortung für das Solinger THW abgegeben. Dirk Hirsch als Erster Vorsitzender der mitveranstaltenden THW-Helfervereinigung Solingen e. V. brachte dem Auditorium in seiner Begrüßung die Bedeutung der Helfervereinigung als Förderer des Ortsverbandes nahe: Er ließ die Ausstattungen Revue passieren, die die Helfervereinigung für den THW-Ortsverband aus Spenden finanziert hatte und stellte die Ziele vor, die sich der Förderverein für die Zukunft gesetzt hat. Dafür bat er mit einer kleinen Schatztruhe effektvoll um weitere Unterstützung.

Hochrangige Gäste aus der Bundespolitik und der Kommune ergriffen ebenfalls das Wort. Jürgen Hardt, Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Solingen - Remscheid - Wuppertal II, überbrachte nicht nur die Grüße des Bundesinnenministers Thomas de Maizière, sondern betonte auch die hohe Wertschätzung des Ministers für die Leistungen des Technischen Hilfswerks im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Der Solinger Oberbürgermeister Norbert Feith dankte den Helferinnen und Helfern für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr und hob dabei besonders Einsätze wie etwa die Hilfeleistung nach der Überschwemmung des Schlosses Caspersbroich hervor. Für Heiterkeit sorgte er, indem er die gleichlautende Abkürzung für Oberbürgermeister und Ortsbeauftragte (OB) aufgriff und feststellte, daß er sich im Kreise von Kollegen befinde.

Eine besondere Ehre widerfuhr dem Solinger THW mit dem Besuch von Rainer Schwierczinski, dem Vizepräsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Er war trotz widriger Straßenverhältnisse extra aus Bonn, dem Sitz der THW-Leitung, nach Solingen gekommen. Vizepräsident Schwierczinski bedanke sich für die Einladung in die Klingenstadt Solingen und überbrachte die Grüße des Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Albrecht Broemme. Er lobte die Helferinnen und Helfer des Solinger THW-Ortsverbandes dafür, daß sie sich ohne Rücksicht auf private Belange für ihre Mitmenschen einsetzen; Menschen wie ihnen sei es zu verdanken, daß das THW einen festen Platz in unserem Hilfeleistungssystem habe und hohe Akzeptanz und Respekt innerhalb der Gesellschaft und Politik genieße.

Die offizielle Amtseinführung des neuen Ortsbeauftragten Lutz Klever vollzog Klaus-Dieter Büttgen, Referatsleiter Einsatz im THW-Landesverband Nordrhein-Westfalen. Mit den Worten „Neid muß man sich verdienen!“ würdigte er zunächst die Leistungen des scheidenden Ortsbeauftragten Christian Balke für den Solinger Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Im gleichen Atemzug hob er die Leistungen Klevers in 15 Jahren Mitarbeit im Technischen Hilfswerk hervor. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Der neue Ortsbeauftragte für Solingen, Lutz Klever, dankte in seiner Antrittsrede zunächst für die Unterstützung nicht nur innerhalb des THW — insbesondere seitens der Geschäftsstelle Düsseldorf — , sondern auch im beruflichen und privaten Umfeld. Er formulierte die Ziele, die er sich für seine Arbeit als Leiter der lokalen THW-Dienststelle gesetzt hat: Er lege den Schwerpunkt für die künftige Arbeit auf die Bereiche Jugendarbeit und Helferwerbung. Nur so sei es möglich, dass eine angemessene Altersstruktur entstehe, qualifizierte Führungskräfte gewonnen und Fachkompetenzen erhalten würden. Darüber hinaus wolle er die kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden im Geschäftsführerbereich verstärken und Beziehungen zu den Einheiten der polizeilichen und nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ausbauen und weiter vertiefen.

Von der Motivation und dem Einsatzwillen der Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks Solingen konnten sich die Anwesenden übrigens während der Rede des neuen Ortsbeauftragten hautnah ein Bild machen: Von der Bühne herab erhielt die zweite Bergungsgruppe den Auftrag, einen liegengebliebenen Lastkraftwagen frei zu schleppen. Blitzschnell setzten sich die Einsatzkräfte in Bewegung. (Zur Hilfeleistung kam es dann allerdings nicht mehr, da der LKW zwischenzeitlich ohne fremde Hilfe freigekommen war.)

Für die Gäste ergab sich nach den Reden die Möglichkeit zum informellen Gespräch und zur Kontaktpflege. Hiervon wurde ausgiebig Gebrauch gemacht. Der angenehmen Atmosphäre und der gedämpften Musikkulisse war es wohl zu verdanken, daß noch lange nach dem offiziellen Teil des Abends Grüppchen zusammenstanden und sich unterhielten.


Fotografie und Text: Helmut Wenzel (Öffentlichkeitsarbeit / THW Solingen)