Wenn graue Theorie zur blauen Praxis wird 11.02.2006
"Einsatz in M�ngsten" war das Erste, was wir im H�rsaal mitbekamen ... und da waren die ersten Helfer auch schon unterwegs. Bevor die "zweite Fuhre" einsteigen konnte, mussten 100 Meter Stahlseil eingepackt werden. Wozu ?

Wie �blich blieben die Helfer erst mal auf dem 17er, bis der Einheitsf�hrer Cornelius Schwarz informiert war : Eine Seilbahn sollte gebaut werden. Die Beleuchtung unter Gruppenf�hrer Torsten Holl�nder hatte ganze Arbeit geleistet, beide Wupperufer waren schon voll ausgeleuchtet.

So nach und nach erfuhren auch wir Helfer die Einzelheiten : Das Stahlseil sollte quer �ber die Wupper gespannt werden, denn auf der anderen Seite lag ein Verletzter. Vier Helfer der Bergungsgruppe unter Gruppenf�hrer Stephan Wetter hatten sich schon mittels PSAs, Rollgliss und zus�tzlichen Sicherungsleinen zum Opfer abgeseilt und die Erstversorgung vorgenommen. Der Verletzte konnte nur mittels Schleifkorbtrage am quergespannten Seil gerettet werden.

Erst mal also Anschlagmittel an je einem Baum h�ben wie dr�ben befestigen. Dazu wurden zun�chst Gummikl�tze und -matten als Schutz um die St�mme gebunden. Dabei kamen auch noch Leitern, PSAs und Brustbunde zum Einsatz, denn auf der Stra�enseite war das Gel�nde so absch�ssig, dass die Helfer auf dem glitschigen Hang keinen Schritt ohne Absicherung wagen konnten.

Soweit, so gut ... aber wie kriegen wir nun das Stahlseil �ber die Wupper ? Eine Arbeitsleine dran befestigen, weil die sich besser handhaben l�sst, klar ... aber dann ? Einen Helfer in Wathosen stecken, mit Brustbund oder PSA sichern und sich durch die Str�mung des eiskalten Wassers k�mpfen lassen ? Mit einem Boot r�berpaddeln ? Durchaus einsatzrelevante �berlegungen, aber angesichts der Witterungsverh�ltnisse nicht die beste Wahl f�r eine Uebung_- viel einfacher war es da doch, die vorhandene Br�cke zu nutzen.

Der Greifzug war auf der anderen Seite schon angeschlagen. Kr�ftig ziehen hie� es dann, um erst mal eine Vorspannung zu erreichen, bevor das Seil mit dem Greifzug auf leichte Spannung gebracht wurde. Der Laufkatze reichte das nicht, sie lie� sich ganz sch�n bitten, bevor sie endlich mit einem simplen Stock eingefangen werden konnte.

W�hrend ein tapferer Helfer das Opfer mimte und sich in die Wanne legte, wurden die F�hrungsleinen befestigt - und dann mussten sich die Helfer auf der Stra�enseite kr�ftig ins Zeug legen, denn es galt eine Steigung von ca. 20 % zu �berwinden. Wenige Minuten sp�ter schon hatte Bodo Benstein wieder sicheren Boden unter den F�ssen.

Der Abbau ging schnell. Knapp zwei Stunden sp�ter befand sich das ges�uberte Material schon wieder auf den Autos und die teilweise recht dreckigen Helfer auf dem Heimweg. Am Morgen noch nicht mal geplant gewesen, wurde die Uebung_erfolgreich durchgef�hrt, so �bungsleiter Lutz Klever.


Kerstin Benstein
Beauftragte f�r �ffentlichkeitsarbeit
und Helferwerbung