THW-Führungsstelle im Marienfeld im Betrieb 14.08.2005
Gestern und heute wurde die Führungsstelle des THWs auf dem Marienfeld als Einsatzabschnitts-Leitung aufgebaut und in Betrieb genommen. Um der besonderen Herausforderung für den Abschluß-Gottesdienst gerecht zu werden, wird die Führungsstelle im Marienfeld aus dem Personal von drei Fachgruppen 'Führung/Kommunikation' (FGr FK) gebildet.

Das THW leistet im Auftrag des Bundesinnenministeriums (BMI) tatkräftige Hilfe zum Gelingen des Weltjugendtages.

Hierfür sind im Bereich Führung/Kommunikation alle Fachgruppen 'Führung/Kommunikation' (FGr FK) aus Nordrhein-Westfalen in die Durchführung eingebunden. Durch die FGr FK werden vier Einsatzabschnitts-Leitungen (EAL) gestellt, die die eingesetzten THW-Kräfte personell, logistisch und taktisch führen.

Für das Marienfeld (EAL1) wurde gestern und heute unter der Federführung der FGr FK-Dortmund gemeinsam mit den Kameraden der FGr FK aus Jülich die Führungsstelle-THW aufgebaut und in Betrieb genommen. Die Helfer aus Solingen bauten hierfür ihr Gespann aus Führungs- und Kommunikations-Kraftwagen (FüKomKW) und Führungs- und Lage-Anhänger (FüLa) im Marienfeld auf, aus dem die unterstellten Kräfte aktuell geführt werden. Als Leiter der THW-Führungsstelle werden eingesetzt Wolfram Seegers (langjähriger Sachbearbeiter Einsatz im Landesverband NRW) und Matthias Teuber (Ausbilder an der THW-Bundesschule in Neuhausen). Für die Funktion Leiter Stab sind benannt Jörg Rottmann (Führer der FGr FK-Dortmund) und Dieter Hürten (Führer der FGr FK-Solingen).

Der Betrieb der EAL1 ist bis zum 22.08.2005 geplant, bis dahin wird das gesamte Personal (gebildet aus den Helfern der FGr FK Dortmund/Jülich/Solingen) in Schichten einen 24Stunden-Betrieb sicherstellen. Während der Nachstunden kann das Personal erfahrungsgemäß verringert werden, sodaß der Großteil der Helfer und Führungskräfte tagsüber zum Einsatz kommt. Bei besonderen Lagen kann jederzeit auf zusätzliches Personal zurückgegriffen werden, damit lageangepasst das THW dem Auftrag des BMI gerecht werden kann.

Besonders positiv hervorzuheben ist die Zusammenarbeit aller Beteiligten, die ruhig und mit viel Sachverstand die geforderten Aufgaben angehen. Hierbei ist hilfreich, daß sich die Beteiligten (größtenteils) seit vielen Jahren durch Ausbildungen, Einsätze, regelmäßige Treffen kennen. So können die besonderen Stärken der Einzelnen maßgeblich zum Gesamterfolg beitragen.


Dieter Hürten
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Weltjugendtag: Verpflegung für die Polizei 15.08.2005
Auch die Ordnungskräfte haben von Zeit zu Zeit Hunger und müssen bei langandauernden Einsätzen verpflegt werden. So auch aktuell beim Weltjugendtag in Köln. Immerhin werden etwa 4.000 Polizistinnen und Polizisten aus NRW an dem Polizeieinsatz beteiligt sein.

Bereits während den Vorplanungen trat die Polizei ans THW heran um (im Rahmen der Amtshilfe) die Verpflegung der eingesetzten Polizei-Kräfte durch das THW an die Einsatzstellen liefern zu lassen.

Seit Sonntag Abend sind sind dauerhaft 4 Helfer des OV Solingen in einer Polizeischule in Brühl bei Köln untergebracht. Die Helfer fahren "im 2 Schichtbetrieb" mit ihrem Fahrzeug Verpflegung zu den Einsatzstellen der Polizei. Vier Stellen im Großraum Köln werden mit dem Solinger Fahrzeug angefahren. Neben der Vollverpflegung werden von den Solinger Helfern überwiegend Kaltgetränke geliefert. Geplant ist der Einsatz noch bis zum kommenden Montag.


Enzo Notizia
Zugführer
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Weltjugendtag: Unterstützung Landesverband-NRW 16.08.2005
Seit Montagmorgen (15.08.) 00:00 Uhr unterstützen 2 Helfer des OV Solingen den Stab des THW in Heiligenhaus (LuK LVNW). Dieser ist 24 Stunden besetzt und die Schichten wechseln sich im 12 Stundenrhytmus ab.

Der Stab ist die Gesamteinsatzleitung aller im Rahmen des Weltjugendtages eingesetzten THW-Helfer. Die Einsatzleitung ist die Koordinationseinheit bei Großereignissen, wie z. B. der Weltjugendtag, der es obliegt, ihre Einheiten zu führen.

Die Einsatzleitung, besteht u.a. aus mehreren Sachgebietsleitern (S1-S6). Zu den Aufgaben der Einsatzleitung gehören der Aufbau und die Kennzeichnung der Einsatzleitstelle, also die Einrichtung einer festen Stelle als Anlaufpunkt für alle Einsatzkräfte, die Führung des Einsatztagebuches (Einsatzdokumentation) und die Anforderung von Einsatz- und Ablösekräften bei höheren Stellen. Desweiteren ist sie verantwortlich für die Organisation der Versorgung und Beschaffung von Einsatzmaterial.

Die beiden Helfer sind eingesetzt als Sachbearbeiter Lage (Enzo Notizia) und Leiter des Fernmeldebetriebes (Matthias Großmann). Aufgabe des LdF ist es, alle eingehenden Nachrichten zu prüfen und je nach Wichtigkeit an die entsprechenden Sacharbeiter zu verteilen. Alle Meldungen zur Lage, wie z. B. Stärkemeldungen der einzelnen Einheiten, Verkehrs- und Wetternachrichten muss der Sachbearbeiter Lage erhalten und in Berichten für die täglichen Lagebesprechung zusammenfassen.

Die voraussichtliche Einsatzdauer für die beiden Helfer ist bis zum kommenden Montag.


Enzo Notizia
Matthias Großmann

Weltjugendtag: Verbindungen Im Marienfeld 17.08.2005
Beim Weltjugendtag 2005 ist das Marienfeld der zentrale Veranstaltungs-Ort des Ereignisses. Bis zu einer Million Gläubige werden zu den Veranstaltungen auf dem Marienfeld erwartet. Dies bedeutet, daß neben den personellen Vorkehrungen auch besondere technische Maßnahmen zu treffen sind, damit die vor Ort eingesetzten Kräfte jederzeit die Verbindung untereinander als auch zu den benachbarten Kräften und zur übergeordneten Einsatzleitung in Heiligenhaus sicherstellen können.

Beim Weltjugendtag 2005 ist das Marienfeld der zentrale Veranstaltungs-Ort des Ereignisses. Bis zu einer Million Gläubige werden zu den Veranstaltungen auf dem Marienfeld erwartet. Dies bedeutet, daß neben den personellen Vorkehrungen auch besondere technische Maßnahmen zu treffen sind, damit die vor Ort eingesetzten Kräfte jederzeit die Verbindung untereinander als auch zu den benachbarten Kräften und zur übergeordneten Einsatzleitung in Heiligenhaus sicherstellen können.

Bereits im Vorfeld wurden die Funkverbindungen u.a. zwischen den Führungsstellen (FüSt) des THWs erfolgreich getestet.

Nun galt es beim Aufbau und Betrieb der Führungsstelle Kommunikations-Mittel über das --beim THW übliche hinaus-- einzubinden.

Bei den normal vorgesehenen Einsatz-Szenarien kommt (neben den Funkverbindungen) der Anbindung an das Telefon-Netz eine zentrale Bedeutung zu. Durch die im Auto eingebaute Telefon-Anlage können zwei externe ISDN-Anschlüsse zur Kommunikation genutzt werden. Zusätzlich besitzt jeder Führungs- und Kommunikations-Kraftwagen einen eingebauten GSM-Adapter, mit dem über das D-Netz Verbindungen hergestellt werden können. Im 'normalen Betrieb' ist dieser GSM-Adapter auf die eingebaute TK-Anlage geschaltet, sodaß die internen Teilnehmer (max. 8 Stck.) auch über das D-Netz kommunizieren können.

Die aktuelle Herausforderung beim Weltjugendtag bestand nun darin, daß neben den 'üblichen' Verbindungen zwei zusätzliche ISDN-Anschlüsse (incl. einem DSL-Anschluß) nutzbar gemacht werden mußten. Für den DSL-Anschluß wurde seitens des THW-Landesverbandes NRW ein vorkonfigurierter Router bereitgestellt, mit dem der Anschluß an das THW-Netzwerk erfolget, sodaß die eingesetzten Notebooks z.B. per eMail mit benachbarten FüSt oder der Einsatzleitung in Heiligenhaus kommunizieren können.

Ein ISDN-Anschluß wurde komplett für die Verbindung per Telefax eingerichtet, daher kann die Einsatzabschnitts-Leitung (EAL) gleichzeitig Faxe empfangen und senden. Ein weiterer ISDN-Anschluß ist ausschließlich als 'Telefon-Anschluß' vorgesehen, damit zwei externe Gespräche gleichzeitig stattfinden können. Mit zusätzlich bereitgestellten Mitteln der Fachgruppe Führung-/Kommunikation (FGr-FK) Solingen wurde auch der dritte ISDN-Anschluß nutzbar gemacht, sodaß die eingerichteten Untereinsatz-Abschnitte (UEAL) unabhängig von der EAL externe Gespräche führen können, gleichzeitig aber auch von der EAL per Telefon intern erreichbar sind. Der jeweilige Leiter der EAL ist darüberhinaus mit einem Kombi-Gerät ausgestattet, daß sich im Umkreis von ~300 Metern um das Fahrzeug wie ein Schnurlos-Telefon verhält, darüberhinaus aber automatisch zu einem normalen D-Netz Handy wird -- hierdurch ist die ständige Erreichbarkeit des verantwortlichen Leiters jederzeit sichergestellt. Für den GSM-Adapter wird mittels einer Richt-Antenne versucht, bei Erreichbarkeitsproblemen auf weniger ausgelastete Funkzellen auszuweichen (was im Laufe der nächsten Tage möglicherweise notwendig werden wird).

Lageabhängig können zusätzliche Leitungen/Querverbindungen auch noch zur örtlichen Einsatzleitung der Feuerwehr Kerpen geschaltet werden, damit (z.B. im Einsatzfall) ein 'heißer Draht' zwischen den Verantwortlichen vor Ort unabhängig von der öffentlichen Infrastruktur sichergestellt werden kann. Sollten alle vorgenannten Verbindungsmittel nicht ausreichen steht jeder EAL eine von der THW-Leitung bereitgestellte SatCom-Anlage zur Verfügung, die sich bereits bei mehreren Auslands-Einsätzen bewährt haben.

Zusammenfassung der Verbindungen:
Insgesamt stehen im Marienfeld dem THW (für die EAL und die UEAL1--3)
folgende Verbindungen zur Verfügung 3 x ISDN (Uk0)
1 x DSL
2 x D2-Netz
3 x Funk 4m-Band
3 x Funk 2m-Band
1 x SatCom


Dieter Hürten
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22.08.2005:
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Weltjugendtag: Unterstützung Führungsstelle Logistik 20.08.2005
Zur Verpflegung der Kräfte von Feuerwehr/Rettungsdienst/THW im Bereich Marienfeld und Umgebung hat das THW im Auftrag der Feuerwehr Kerpen und des Weltjugendtag-Büros eine Logistikstelle bei der Feuerwehr Kerpen eingerichtet.
Hier werden etwa 1.400 Portionen Verpflegung vier mal täglich zubereitet.

Für die Koordinierung der Versorgungsfahrten ist ebenfalls in Kerpen eine Führungsstelle "Logistik" (FüSt-LOG) eingerichtet.
Als Leiter der FüSt ist Oliver Tiedemann von der Fachgruppe Führung/Kommunikation (FGr-FK) aus Lehrte (Niedersachsen) eingesetzt. Er wird unterstützt durch Carsten Beier (THW-Bundesschule Neuhausen) und Horst Plate vom Technischen Zug (TZ) ebenfalls aus Lehrte.

Da für die nächsten Tage der Logistik-Einsatz verstärkt wird, muß auch der Personal-Einsatz in der FüSt-LOG erhöht werden.

Seit heute mittag verstärken Marian Daun, Sebastian Friebel und Florian Schuster aus der Solinger Fachgruppe Führung/Kommunikation (FGr-FK) die vor Ort eingesetzten Kräfte.

Sie werden dort als Führungsgehilfen und Sprechfunker eingesetzt.
Geplant ist die Unterstützung bis zum kommenden Montag.


Dieter Hürten
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