Die Nacht zum Tage gemacht 11.10.2003

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Die Helfer der Beleuchtungsgruppe des Ortsbverbandes hat nur wenige Gelegenheiten, ihre Ausrüstung in vollem Ausmaß zu testen. Zu den regulären Dienstzeiten herrscht keine Dunkelheit und im Falle von Einsätzen sollte alles wie im Schlaf funktionieren. Folglich müssen die Helfer bei einer Ausbildung unter realistischen Bedingungen hin und wieder auf den Schlaf verzichten wie am vergangenen Dienstwochenende.

Schon Donnerstag sind die acht Helfer in Alarmbereitschaft versetzt und mit Funkrufmeldeempfängern ausgestattet worden. Die Alarmierung folgte Freitagabend gegen 20 Uhr. Der Befehl lautete, zwei vermisste Personen am Schellberg zu suchen. Die Gruppe hat sich zügig zusammen gefunden, sodass sie um 21 Uhr ausgerückt ist.

Der Einsatzort am Schellberg hat den Helfern ideale Bedingungen geboten. Die absolute Dunkelheit in dem Waldstück hat den Aufbau von Beleuchtungsanlagen zur obersten Priorität gemacht. Neben dem Lichtmast am Stromerzeuger und zahlreichen Scheinwerfern ist auch der POWERMOON┬«, das neueste Hilfsmittel der Gruppe, zum Einsatz gekommen. Hierbei handelt es sich um eine Art Ballon, in dem eine Leuchtstoffröhre steckt. Die Außenhaut verhindert somit einerseits, dass das Licht blendet, andererseits erzielt man so eine gleichmäßige Ausleuchtung im engeren Umkreis und nicht die eines bestimmten Sektors, wie es bei Scheinwerfern der Fall ist.

Der komplette Einsatz der Leuchtmittel hat das finstere Waldgebiet so erhellt, dass die Helfer bei der Suche nach den Vermissten nicht im Dunkeln standen. Neben dem Gebrauch der Beleuchtungsausrüstung sind auch weitere Abläufe geprobt worden. Dazu zählen in einem solchen Einsatz eine vernünftige Planung, eine sinnvolle Einteilung der Helfer, korrekter Funkverkehr und der Abtransport von Verletzten.

Der sechsstündige Einsatz ist zu guter letzt erfolgreich abgeschlossen worden. Beide Vermisste, wobei es sich selbstverständlich nur um Puppen handelte, sind gefunden und gerettet worden. Gegen drei Uhr ist die Gruppe wieder in der Unterkunft eingetroffen, wo die Helfer in ihr wohlverdientes Wochenende gehen konnten.

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Text: Sascha Dietze
Fotos: THW OV-Solingen
 
THW OV-Solingen 11.10.2003
Foto: THW-Buxtehude

Für ihre Hilfe beim Hochwasser der Elbe im letzten Jahr werden die Helfer des THW nun mit Fluthelferorden ausgezeichnet. Der Solinger Ortsverband wird sich zu diesem Anlass am 25. Oktober in der Hauptstelle der Stadt-Sparkasse Solingen zusammenfinden. Die Ordensstifter sind zum einen die Bundesrepublik Deutschland, zum anderen die einzelnen Bundesländer wie Brandenburg, Sachsen oder Sachsen-Anhalt.

Der Veranstaltung wohnen Vertreter des Landesverbandes und Vertreter der Stadt Solingen, darunter Oberbürgermeister Franz Haug, bei.

Zum presse vom 27.10.03